Kita Friedrich Fröbel Niederaussem

Sie finden uns in der Oberaussemerstr. 78, 50129 Bergheim im Ortsteil Niederaussem als zweigruppige Tageseinrichtung für Kinder von 2 bis 6 Jahren.
Kontaktmöglichkeiten:
Telefon 02271-56520 oder per Mail an frifroe@t-online.de
Ansprechperson: Leiterin Frauke Leist  
Bei Interesse kann gerne ein Termin zum persönlichen Kennenlernen der Einrichtung und/oder zum Anmelden Ihres Kindes vereinbart werden.

Unsere Einrichtung steht generell allen Kindern offen, unabhängig von der ethnischen, kulturellen, religiösen, konfessionellen  Herkunft. Die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder erfolgt bei uns ganzheitlich mit „Kopf, Herz und Hand“ und nimmt die Kinder als Selbstkonstrukteure ihrer Entwicklung ernst.

Ausgehend von dem Friedrich Fröbel zugeschriebenen Satz

haben wir das Leitbild für unsere Arbeit formuliert:

„Wir begegnen jedem Kind als einzigartiger Persönlichkeit mit einem Recht auf seine eigene individuelle Entwicklung auf der Grundlage einer verlässlichen Beziehung.

Wir begegnen dem einzelnen Kind vor dem Hintergrund seiner bisherigen Entwicklung, seines Lebensumfeldes und seiner Familiensituation mit Respekt und Wertschätzung.

Grundlegend prägend im pädagogischen Alltag und für die Zusammenarbeit mit den Familien, dem Träger, anderen Institutionen und innerhalb des Teams ist dabei ein biblisch-christliches Menschenbild und evangelisches Profil.

Dies kommt zum Ausdruck in der bedingungslosen liebevoll wertschätzenden Hinwendung zum jeweils einzelnen Kind, in der Gestaltung einer vorurteilsfreien Atmosphäre des Vertrauens, die die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen und biblisch-christlichen Inhalten ermöglicht und herausfordert sowie im vorbildhaften respektvollen Umgang der Mitarbeiterinnen untereinander und in der Begegnung mit anderen.

Träger der Einrichtung ist die Evangelische Kirchengemeinde Bedburg-Niederaussem-Glessen.

Weitere Informationen finden Sie zu einzelnen Stichworten auf der Seite „Wissenswertes“ in alphabetischer Sortierung.

Wissenswertes

Anmeldung
jeweils bis 15. Januar des Jahres für das im August beginndende Kindergartenjahr in schriftlicher Form mit einem in der Einrichtung erhältlichen Aufnahmeantrag

Aufnahme
eines Kindes erfolgt im Rahmen der verfügbaren Plätze in Absprache mit dem Jugendamt vorbehaltlich der Genehmigung durch das Landesjugendamt

Beiträge
sind zu leisten an die Stadt Bergheim für die Inanspruchnahme des Betreuungsplatzes, sowie an den Träger der Einrichtung bei Teilnahme an der Mittagsverpflegung. Zu den Beiträgen an die Stadt Bergheim finden Sie ausführliche Informationen auf der Homepage der Stadt Bergheim.

Betreuungszeiten
werden mit dem Aufnahmevertrag vereinbart. Möglich sind die Betreuungszeiten, jeweils montags bis freitags: 25 Wochenstunden (7.15 – 12.17 Uhr) oder 35 Wochenstunden in geteilter Form (7.15 – 12.15 Uhr + 14.00 – 16.00 Uhr) oder 35 Wochenstunden in Blockform (7.15 – 14.15 Uhr) mit Teilnahme an der kostenpflichtigen Mittagsverpflegung oder 45 Stunden (7.15 – 16.15 Uhr) mit Teilnahme an der kostenpflichtigen Mittagsverpflegung.

Beziehung
ist die Voraussetzung für Bindung und Bildung. Nur auf der Grundlage einer als verlässlich erlebbaren Beziehung ist pädagogisches Handeln möglich.

Bildung
ist Selbstbildung und ein lebenslanger Prozess, der gerade in den ersten Lebensjahren alle verfügbaren Sinne des Kindes beansprucht, und nur in ihrem Zusammenwirken („Kopf, Herz und Hand“) wird eine nachhaltige Selbstbildung des Kindes ermöglicht.

Cafeteria
so heisst unser Kinderrestaurant. Vormittags wird hier ein reichhaltiges Frühstücksbuffet für alle Kinder angeboten; die über Mittag bleibenden Kinder essen hier gemeinsam zu Mittag. Manchmal findet hier auch ein Eltern-Cafe statt.

Bildung in der Kita – Mathematik im Turnraum

Bildung ist keine Ware, die man jemandem anbieten oder vermitteln kann. Bildung ist ein Prozess, in dem sich der Mensch von Geburt an selbst bildet. Kinder lernen und bilden sich in eigener Initiative und sozialer Interaktion über das, was sie mit ihren eigenen Sinnen wahrnehmen und im sozialen Bezug erfahren. So eignen sich Kinder die Welt in ganz individueller Weise an. Dabei sind alle Sinne beteiligt und nur in ihrem Zusammenspiel können sich die entsprechenden Strukturen im Hirn herausbilden, die es dem Kind ermöglichen, nach und nach die Zusammenhänge der Welt zu begreifen und zu verstehen. In der pädagogischen Arbeit wird zwar von sogenannten Bildungsbereichen gesprochen, diese sind aber nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern es gibt hier zahlreiche Überschneidungen und sich gegenseitig bedingende Wechselwirkungen. Dazu ein kleines Beispiel aus einer alltäglichen Bewegungsbaustelle im Turnraum der Kita. An einem umgedrehten Leiterbock werden links und rechts zwei Bänke eingehängt, so dass zwei schiefe Ebenen entstehen, dazwischen eine Lücke, ein „Abgrund“ von ca 25 cm Breite und 40 cm Tiefe… Für die Kinder ist ein herausforderndes Bewegungsangebot entstanden. Ohne dass man sie dazu anleiten müsste, sucht sich jedes von ihnen ganz individuell seine eigene Methode, um von einer Seite auf die andere zu gelangen. Ein 3 1/2jähriges motorisch gewandtes Mädchen läuft sicher in schnellem Tempo auf der einen Bank hoch, überspringt ohne zu zögern die Lücke und rennt auf der anderen Seite hinab, nutzt den Schwung der Abwärtsbewegung noch, um mit lautem „Juchhe“ auf einer 1m entfernt liegenden dicken Matte zu landen. Ein anderes Mädchen, 6 Monate jünger, und vorsichtig unter vollster Konzentration hinauf, steigt unter sichtlicher Anspannung in den „Abgrund“ hinein, um dann die andere Seite zu erklimmen und sich hier auf dem Po sitzend mit beiden Händen vorwärts zu ziehen, bis es unten angekommen ist. Sichtlich erfreut, es geschafft zu haben, steht es auf und läuft an den Ausgangspunkt zurück, um das Ganze noch mal zu machen …und noch mal… und noch mal… Es wird dabei zunehmend sicherer und wagemutiger. Eine scheinbar simple und wenig spektakuläre Bewegungsübung, die es aber an Bildungsmöglichkeiten in sich hat. Soziales Lernen: warten müssen, bis das andere Kind fertig ist, Rücksicht auf das noch ungeübte Kind. Physik und Mathematik: Schwerkraft und Reibungskräfte werden erfahren, Raum-Lage-Beziehung, räumliches Sehen, Abschätzen von Höhen und Entfernungen. Körpermotorik: der Gleichgewichtssinn wird trainiert, Wahrnehmung des Körpers erfahren, Koordination von Auge, Hand und Fuß geschult. Sprache: Begrifflichkeiten wie rauf, runter, oben, unten, ziehen, rutschen, rückwärts, vorwärts usw. werden durch die Bewegungsabläufe verdeutlicht… Für das Kind steht im Vordergrund die Freude am Tun im Jetzt und Hier – alles Bewegen, Spielen, kreative Gestalten, Konstruieren ist reiner Selbstzweck und dabei bildet sich das Kind selbst. Und die Rolle der Erzieherin ist die der Entwicklungsbegleiterin: nichts vorgeben, sondern beobachten, ermutigen, wertschätzen.

Eltern-Engagement wird honoriert

In Niederaussem findet auf dem Gelände der AWO-Begegnungsstätte und dem angrenzenden Betreibshof seit 2011 jährlich am 1.Adventswochenende ein Weihnachtsmarkt statt. Damals wurde durch Andrea Homann, Gründungsmitglied des Fördervereins der Kita und zu dem Zeitpunkt auch im Elternbeirat aktiv, inzwischen Erzieherin in unserer Kita, der Kontakt zu Georg Neunzig als Vorsitzendem des AWO-Ortsverbandes Niederaussem-Auenheim hergestellt. So sorgte sie dafür, dass unsere Kita fortan regelmäßig mit einem eigenen Stand auf diesem Weihnachtsmarkt vertreten sein konnte, ohne dafür Standgebühren zahlen zu müssen. Die Weihnachtsmarkt-Aktion wurde von den jeweils nachfolgenden Elternbeirats-Mitgliedern als ausdrückliche Eltern-Initative aufrecht erhalten. Mit zahlreichen selbst hergestellten Dingen wie Bastelarbeiten, Marmeladen und etlichen aus der Elternschaft gebackenen und gespendeten Plätzchen wird der Stand jeweils reichhaltig bestückt. Ergänzt  durch das Angebot von frisch gebackenen Waffeln wird so immer ein guter Gewinn für die kasse des Fördervereins erwirtschaftet, wodurch größere Anschaffungen für die Kita ermöglicht werden. Nun hat der Vorstand des AWO-Ortsverbandes beschlossen, unsere Kita mit einer großzügigen Spende für den Förderverein zu bedanken. Georg Neunzig überreichte einen Scheck über 500,- € an Claudia Schweren aus dem Vorstand des Fördervereins und Andrea Breuer als Mitglied des derzeitigen Elternbeirats. Dafür und für die gute Zusammenarbeit sagen wir ganz herzlichen Dank. Der ausdrückliche Dank auch von Frauke Leist als Kita-Leitung und im Namen des Teams und der Kinder gilt aber vor allem auch unseren engagierten Eltern und zum Teil auch Großeltern, die uns an so vielfältiger Stelle in unserer Kita-Arbeit immer wieder tatkräftig unterstützen.