Erlöserkirche Niederaußem

Oberaußemer Str. 76, 50129 Bergheim-Niederaußem, Tel.: 02271-55692 (Gemeindezentrum)

1953 gab es erste Überlegungen zur Errichtung einer eigenen Kirche in Niederaußem. Nach ersten Entwurfsplänen beschloss das Presbyterium 1955 einen Kirchenneubau. Am Sonntag, dem 25. November 1956 konnte die feierliche Einweihung der Kirche stattfinden, die in der Gestaltung die typische Architektursprache der sechziger Jahre widerspiegelte. 1959 konnten die Glocken eingeweiht werden und die Kirche erhielt ihren heutigen Namen „Erlöserkirche“. Da die Gemeindegliederzahl seit der Errichtung der Kirche stetig wuchs, wurde schon bald eine Erweiterung des Kirchraumes und der Anbau von Gemeinderäumen notwendig, was in den Jahren 1963/64 geschah. Als im Jahre 1963 die Vergrößerung des Kirchraums erfolgte, wurde auch die Glas-Beton-Wand eingebaut, die von der Künstlerin Johanna L’Hoest entworfen wurde. Dieses Altarfenster der Erlöserkirche ist beim Betreten der Kirche der Blickpunkt schlechthin und zeigt neben einem von Strahlenringen eingerahmten Kreuz sieben rotglühende Flammen, die an das Pfingstfest mit der „Ausgießung des Heiligen Geistes“ erinnern sollen. In einem Interview kommentierte die Künstlerin den Bezug zu Pfingsten folgendermaßen: „Die Flammen müssen auf die Köpfe kommen … sollen Erleuchtung bringen, sollen uns weiterbringen! Das wir nicht so blöd herum laufen.“

Bis 1997 waren der Erlöserkirche sieben Orte zugetelt, die den Gemeindebezirk „Niederaußem“ bildeten. Danach wurde der Gemeindebezirk aufgrund seines Wachstums in zwei Bezirke geteilt. Die Erlöserkirche war Bezugspunkt des Gemeindebezirks „Niederaußem“ mit den Orten Niederaußem, Oberaußem, Rheidt-Hüchelhoven und Auenheim. Die übrigen Orte Glessen, Fliesteden und Büsdorf wurden als eigener Gemeindebezirk „Glessen“ dem Friedrich-von-Bodelschwingh-Gemeindezentrum zugeordnet.

Nach gut zehnjähriger jeweils eigenständiger Entwicklung der Bezirke „Niederaußem“ und „Glessen“ wurden die beiden Bezirke 2009 mit der aus finanziellen Gründen notwenigen Aufhebung einer Pfarrstelle wieder zu einem großen Gemeindebezirk „NiederaußemGlessen“vereinigt. Seitdem geht es darum, dass wieder zusammenwächst, was schon mal zusammengehört hat. Die Formel ist seitdem: Ein Gemeindebezirk mit zwei Standorten.

Gegenwärtig geht es darum, den Standort Erlöserkirche so auszubauen, dass er in der Lage ist, das Gemeindeleben des gesamten Bezirks zu fassen. Erste Um-und Anbaupläne, die die desolate Raumsituation beenden sollen, gibt es schon seit Anfang der neunziger Jahre. Durch die Vereinigung der beiden Gemeindebezirke zu einem Großbezirk haben sie eine gesteigerte Dringlichkeit bekommen.